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Zertifizierter
WEG-Verwalter

Unsere Seminare bereiten Sie optimal auf die IHK-Prüfung vor

Ab dem 01.12.2022 kann jeder Wohnungseigentümer verlangen, dass die Wohnungseigentümergemeinschaft nicht irgendeinen Verwalter, sondern nur einen nach § 26a Abs. 1 WEG zertifizierten Verwalter bestellt. Als zertifizierter Verwalter darf sich ein Verwalter nur bezeichnen, wenn er die Prüfung vor einer IHK erfolgreich abgelegt hat oder aufgrund seiner beruflichen Ausbildung einem zertifizierten Verwalter gleichgestellt ist.

Eine „Alte-Hasen“-Ausnahmeregelung, die bereits tätige Verwalter von der Prüfung befreit, gibt es nicht. Besonderheiten gelten, wenn der Verwalter sein Unternehmen nicht als Einzelkaufmann, sondern als juristische Person (z.B. GmbH) oder Personengesellschaft (z.B. KG, OHG) führt. In diesem Fall darf sich das Verwaltungsunternehmen nur dann als zertifizierter Verwalter bezeichnen, wenn die bei ihm Beschäftigten, die unmittelbar mit Aufgaben der Wohnungsverwaltung betraut sind, die Prüfung bei der IHK bestanden haben oder aufgrund ihrer beruflichen Ausbildung einem zertifizierten Verwalter gleichgestellt sind.

Was gibt es zu beachten?

Zurzeit befinden sich die IHKs noch in einem Vorbereitungs- und Abstimmungsprozess (Erarbeitung von Prüfungsfragen, Bildung von Prüfungsausschüssen, Abstimmung der technischen Prüfungsdurchführung, terminliche Detailplanungen etc.).

Die Prüfungen werden von mehreren IHKs voraussichtlich ab September/Oktober 2022 durchgeführt. Aufgrund des umfangreichen Prüfungsstoffes sollten spezielle Vorbereitungsseminare erfahrungsgemäß in einem möglichst engen zeitlichen Zusammenhang mit den Prüfungsterminen durchgeführt werden.

Personen mit der Befähigung zum Richteramt, Immobilienkaufleute (mit abgeschlossener Berufsausbildung), Personen mit anerkanntem Abschluss Geprüfte/r Immobilienfachwirt/in, Personen mit Hochschulabschluss mit immobilienwirtschaftlichem Schwerpunkt (§ 7 ZertVerwV). Eine „Gleichstellungsbescheinigung“ dieser Personen durch die IHKs wird es nicht geben.

Es genügt, wenn der Inhaber des Unternehmens über ein IHK-Zertifikat verfügt oder einem zertifizierten Verwalter nach § 7 ZertVerwV gleichgestellt ist. Die anderen Mitarbeiter müssen nicht zertifiziert sein.

Das Verwaltungsunternehmen, darf sich nur dann als zertifizierter Verwalter bezeichnen (eine „Gleichstellungsbescheinigung“ für das Unternehmen wird es nicht geben), wenn die bei ihm Beschäftigten, die unmittelbar mit Aufgaben der Wohnungsverwaltung betraut sind (z.B. Mitarbeiter, die Eigentümerversammlungen leiten oder eigenständig Entscheidungen als Verwalter treffen), über ein IHK-Zertifikat verfügen oder nach § 7 ZertVerwV einem zertifizierten Verwalter gleichgestellt sind. Geschäftsführer oder Personen mit Leitungsfunktion in dem Unternehmen, die nicht selbst unmittelbar mit Aufgaben der Wohnungsverwaltung betraut sind, müssen keine Prüfung ablegen.

Ja, wer am 01.12.2020 Verwalter einer Wohnungseigentümergemeinschaft war, gilt bis zum 01.06.2024 gegenüber den Wohnungseigentümern dieser Gemeinschaft als zertifizierter Verwalter.

Die Industrie- und Handelskammern (IHK). Keine IHK ist verpflichtet, Prüfungen anzubieten. Welche IHKs die Prüfung zum zertifizierten Verwalter anbieten, muss jeweils regional angefragt werden. Die Prüfung kann dann in jeder beliebigen IHK, welche eine Abnahme der Prüfung anbietet, durchgeführt werden; unabhängig vom Standort des Unternehmens oder Wohnort des zu prüfenden Mitarbeiters. Ein Verwalter aus Bayern kann sich beispielsweise bei der IHK Bremen und Bremerhaven zur Prüfung anmelden. Die mündliche Prüfung kann auch bei einer anderen IHK abgelegt werden als die schriftliche Prüfung.

Die Prüfungsinhalte beziehen sich auf folgende Themenbereiche (gem. Rahmenplan der DIHK zum Zertifizierten Verwalter):

https://www.ihk.de/blueprint/servlet/resource/blob/5435222/16ab1f5fb7a8cae48b3cf144785b197e/verordnung-zertifizierter-verwalter-data.pdf

Grundlagen der Immobilienwirtschaft, Rechtliche Grundlagen, Kaufmännische Grundlagen, Technische Grundlagen.

Es gibt eine schriftliche Prüfung und eine mündliche Prüfung. Beide Prüfungen finden in den Räumlichkeiten der jeweiligen IHK statt.

Die schriftliche Prüfung: 90 Minuten, ca. 50 Fragen, digital am PC oder Tablet, die Prüfung ist bestanden bei 50 % richtigen Antworten in vier Bereichen, die Auswertung erfolgt automatisch.

Die mündliche Prüfung findet nach bestandener schriftlicher Prüfung (i.d.R. an einem gesonderten Tag nach der schriftlichen Prüfung) statt: 15 Minuten je Prüfling, i.d.R. 5 Prüflinge je Durchgang vor 3 Prüfern aus dem Prüfungsausschuss, Schwerpunkt liegt in dem Sachgebiet Nr. 2.1 Wohnungseigentumsgesetz des Rahmenplans der DIHK zum Zertifizierten Verwalter. Die Prüfung ist bestanden, wenn der Prüfling mindestens 50 % der erreichbaren Punkte erzielt.

Es werden keine Noten erteilt. Die Prüfung ist entweder „bestanden“ oder „nicht bestanden“.

Die schriftlichen oder mündlichen Prüfungen können beliebig oft wiederholt werden; auch bei verschiedenen IHKs.

Die IHKs werden ca. € 340,00 für die Prüfung berechnen. Hinzu kommen Kosten für Vorbereitungskurse, evtl. Fahrtkosten und die betriebsinternen Kosten, insbesondere der Zeitaufwand.

Dokumentieren Sie schon jetzt, welche Beschäftigte in Ihrem Unternehmen unter die Zertifizierungspflicht fallen und eine Prüfung ablegen müssen.

Planen Sie Zeit, Kosten und Vorbereitungskurse für diese Beschäftigten ein.