WEG-Reform: Die Klippen im WEG-Verfahrensrecht

WEG-Reform: Die Klippen im WEG-Verfahrensrecht

199,00 

23.06.2021 – 16.00 Uhr bis 18.45 Uhr (2,5 Nettozeitstunden)

Prozesse gewinnen in WEG-Verfahren; ein WEG-Richter sagt worauf es ankommt

Beschreibung

Durch die WEG-Reform ist das Wohnungseigentumsrecht komplett umgestaltet worden. Dies betrifft neben dem materiellen Recht insbesondere auch das Verfahrensrecht. Die Beschlussklagen richten sich nun gegen den Verband, was völlig neue Fragen aufwirft, u. a. im Bereich der Beteiligung der Wohnungseigentümer und der Rechtskrafterstreckung gerichtlicher Entscheidungen. Durch die Veränderungen in der Grundstruktur des WEG-Rechts sind darüber hinaus erhebliche Verschiebungen bei nahezu allen typischen WEG-Verfahren aufgetreten, die alte Probleme in einem neuen Licht erscheinen lassen und neue Fragestellungen aufwerfen. Wer Prozesse gewinnen – oder zumindest vernünftige Vergleiche herbeiführen – will, muss fit im Verfahrensrecht sein! Das Online-Seminar stellt sämtliche Neuregelungen dar, analysiert deren Auswirkungen auf das gerichtliche Verfahren und gibt für typische Problemfelder wertvolle Praxistipps für die Rechtsanwaltschaft.

 

Unsere Referent Dr. Zschieschack ist Vorsitzender Richter einer zentralen WEG-Berufungskammer und zeigt auf, wie wichtig, spannend und entscheidend das WEG-Verfahrensrecht ist.

 

Insbesondere werden folgende Themen behandelt und Fragestellungen beantwortet:

  • Die neuen Parteien im WEG-Verfahren – wer kann nach dem neuen WEG-Recht was veranlassen?
    • Organisation der Rechtsverteidigung in verwalterlosen Gemeinschaften
  • Neuer Streitgegenstandsbegriff bei Beschlussklagen – (k)ein theoretisches Thema mit gravierenden Folgen für die Praxis?
  • Brennpunkt Beschlussanfechtungsklage, § 44 Abs. 1 Satz 1 WEG
    • Fristwahrung und Zustellungsprobleme in der Übergangsphase
  • Probleme rund um die Rechtskraftwirkungen der Beschlussanfechtungsklage
    • Bedeutung und Reichweite der Rechtskrafterstreckung
    • Problematik der fehlenden Rechtskraftwirkung gegenüber dem Verwalter
    • Bindung des Verwalters durch Streitverkündung? – Verwalter als tauglicher Nebenintervenient, Streitverkündung durch den Verband – die neue Rolle des Vorsitzenden des Verwaltungsbeirats
  • Beschlussersetzungsklage, § 44 Abs. 1 Satz 2 WEG
    • Wo ist das Ermessen des Gerichts geblieben? – kleine Änderung mit großer Wirkung!?
  • Vergleiche in WEG-Sachen – wo liegen die Probleme und wie werden sie gelöst?
  • Update: Auswirkungen des neuen BGH-Urteils zum übergangsrecht in laufenden Verfahren
  • Dauerbrenner Streitwerte
    • Streitigkeiten über Wirtschaftsplan, Sonderumlage und Abrechnung
    • Beschlussklagen über bauliche Maßnahmen
    • Beschlussklagen in Bezug auf den Verwalter
    • Streitwertgrenzen
    • Streitwerte in sonstigen WEG-Verfahren und Übergangsrecht

 

 

 

Teilnehmerkreis: Fachanwälte für Miet- und Wohnungseigentumsrecht, Rechtsanwälte, die im Wohnungseigentumsrecht beratend und forensisch tätig sind

 

Referent: VRiLG Dr. Zschieschack, Frankfurt am Main

Dr. Frank Zschieschack ist Vorsitzender einer der für Hessen zuständigen zentralen WEG-Berufungskammern am LG Frankfurt am Main. Er ist Autor zahlreicher Veröffentlichungen und Mitherausgeber der NZM. Dr. Zschieschack ist regelmäßig als Referent u. a. bei der Deutschen Richterakademie sowie in der Fortbildung von Rechtsanwälten und Verwaltern tätig. Er hat für Hessen an den Beratungen der Bund-Länder-Arbeitsgruppe zur WEG-Reform teilgenommen, ist u.a. Mitautor eines Handbuches zur WEG-Reform und kommentiert das neue WEG-Recht im MüKoBGB und im Jennißen.

 

Weiterbildungspflicht: Über die Teilnahme wird eine qualifizierte Bescheinigung zur Vorlage bei der Rechtsanwaltskammer ausgestellt (§ 15 FAO)

Zusätzliche Information

Päsentationsform

Onlineseminar

Technische Hinweise

Für die Teilnahme ist lediglich ein Computer, Zugang zum Internet und ein Telefon bzw. die Audiofunktion an dem Computer erforderlich. Das Seminar findet mittels zoom statt. Detaillierte Die Teilnehmer erhalten rechtzeitig vor dem Seminar eine Einladungs-Email mit den Zugangsdaten zum Seminar („Meeting“) mit Hinweisen zum technischen Ablauf an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse.

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